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Lesedauer: 3 Min.

Das erfahren Sie in diesem Beitrag

Vom einfachen Teststreifen über Testkassetten bis hin zum Laboranalysegerät – die Auswahl bei Point-of-Care-Schnelltests (PoC-Schnelltests) ist groß. Doch längst nicht jeder Test ist für die Diagnostik in der Allgemeinarztpraxis sinnvoll. Welche PoC-Schnelltests empfohlen werden und bei Allgemeinmedizinern besonders gefragt sind, lesen Sie hier.

Die wichtigsten Vorteile von Point-of-Care-Schnelltests im Überblick

  • Unabhängigkeit von Labordienstleistern
  • Verbesserung, Vereinfachung und Beschleunigung klinischer Entscheidungen
  • Weniger Wiedereinbestellungen von Patienten
  • Schnelle Klarheit bei der Notfalldiagnostik und bei akuten Krankheiten
  • Verbesserte Behandlungskontrolle bei chronischen Krankheiten und Infektionen
  • Verbesserte Kontrolle der Medikamenteneinstellungen
  • Aufdeckung von Krankheiten im Rahmen von Screening-Untersuchungen
  • Flexibel und überall einsetzbar, z. B. auch bei Hausbesuchen
  • Begründung von Therapiemaßnahmen wie bspw. Antibiotikaverschreibungen gegenüber Patienten
  • Reduktion unnötiger Antibiotikaverschreibungen

Nachteile von Point-of-Care-Schnelltests

  • PoC-Schnelltests können falsch-positiv und falsch-negativ ausfallen. Achten Sie bei der Auswahl der Test daher immer auf eine möglichst hohe Sensitivität und Spezifität.
  • Ggf. sind weitere Laboruntersuchungen nötig, um Schnelltest-Ergebnisse zu bestätigen.
  • Die Kosten einiger PoC-Schnelltests werden nicht von allen Krankenkassen übernommen.


1. Point-of-Care Schnelltests für die Infektionsdiagnostik

Im Rahmen des Infektionsschutzes haben visuelle, in vitro PoC-Schnelltests immer mehr an Bedeutung gewonnen. Denn eine schnelle Diagnose reduziert die Gefahr der Infektionsübertragung und eine schnelle Behandlung bewirkt oft kürzere und leichtere Krankheitsverläufe.

PoC-Schnelltest für die Infektionsdiagnostik dienen z. B. dem Nachweis von COVID-19, CrP (C-reaktive Proteine), Influenza, RSV (F-Proteine – Respiratory Syncytial Virus) & Strep-A (Nachweis von Streptokokken-Antigenen). Sie sollten in keiner Allgemeinarztpraxis fehlen.


2. HbA1c-Tests zur Therapiekontrolle bei Diabetikern

Die Behandlung von Diabetikern gehört zu den häufigsten Langzeitbehandlungen in Allgemeinarztpraxen. PoC-Schnelltests ermöglichen eine schnelle und sichere Festlegung des Behandlungsplans sowie eine möglichst rasche Reaktion bei notwendigen Therapieänderungen.

In der Diabetesdiagnostik ist das glykierte Hämoglobin (HbA1c-Eisenmolekül in den Erythrozyten) der wichtigste zu bestimmende Wert. HbA1c-Tests zeigen Ihnen, wie hoch der durchschnittliche Blutzuckerwert Ihres Patienten in den letzten sechs bis zehn Wochen war. 

Der einfache und schnell durchführbare Bluttest ist sehr zuverlässig und zeigt bei bereits diagnostiziertem Diabetes mellitus, ob die Therapieeinstellung gut ist oder angepasst werden muss.

Die Diabeteskontrolle mittels Hb1Ac-Schnelltest ist jedoch nicht ausreichend, da nur ein Langzeitmittelwert gemessen wird. Schwankungen sind dabei nicht erkennbar. Liegt kein Verdacht auf Diabetes vor, zahlen Krankenkassen den Test nicht.


3. Troponin I und Troponin T Schnelltest bei Verdacht auf Herzinfarkt

Wenn sich Patienten mit Brustschmerzen bei Ihnen vorstellen, kann ein Herzinfarkt nicht ausgeschlossen werden. Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt sollten sich zwar umgehend in einer Klinik vorstellen. Sie können die Diagnosefindung allerdings unterstützen und mit einem PoC-Schnelltest bereits in der Arztpraxis einen Herzinfarkt nachweisen.

Ein erhöhter Troponin I- oder Troponin T-Wert deutet auf einen Myokardinfarkt hin. Troponin-Schnelltests gehören neben EKG-Untersuchungen zu den wichtigsten Notfall-In-vitro-Diagnostik-Verfahren. Der qualitative Nachweis (Ja- oder Nein-Ergebnis) erfolgt über venöses Vollblut, Serum oder Blutplasma als Probenmaterial. Das Ergebnis liegt innerhalb weniger Minuten vor und kann Leben retten.


4. D-Dimer Schnelltest zur Abklärung thromboembolischer Ereignisse

Um Thrombosen und daraus resultierende lebensbedrohliche Embolien zu erkennen, verwenden Allgemeinmediziner D-Dimer-Schnelltests. Diese messen die Fibrinspaltprodukte (D-Dimer) und können mit einer zusätzlichen Risikobeurteilung (z. B. Wells-Score) eine Lungenembolie bzw. Phlebothrombose ausschließen.

Als Probenmaterial für die Schnelltestkassetten dient Vollblut oder Plasma. Die quantitative Ausschlussdiagnostik liefert minutenschnelle Ergebnisse und ermöglicht eine schnelle Reaktion und Behandlung.


5. Urinschnelltests zur Bestimmung unterschiedlicher Parameter

Urinschnelltests sind ein unverzichtbares Mittel, um schnell und einfach Informationen über den Gesundheitszustand ihrer Patienten zu erhalten. Sie sind in der Regel kosteneffektiver als aufwändige Laboruntersuchungen und sehr einfach anzuwenden.

Zu den am häufigsten genutzten Urintests in der Allgemeinmedizin zählen:
  • Schnelltests für die Diagnose eines Harnweginfekts: Geprüft werden die Nitrit- und Leukozytenwerte im Urin.
  • Test auf Proteinurie: Ist Protein im Urin, kann dies auf Nierenprobleme hinweisen.
  • Test auf Diabetes: Geprüft wird der Glukosespiegel im Urin, der ein Indikator für Diabetes sein kann.
  • Schwangerschaftstests: Das Vorhandensein des Schwangerschaftshormons hCG im Urin deutet auf eine bestehende Schwangerschaft hin.
  • Ketontest: Dieser Test prüft auf das Vorhandensein von Ketonen im Urin, was auf eine unzureichende Kohlenhydrataufnahme oder eine Stoffwechselstörung hinweisen kann.
  • Urintests zur Bestimmung des pH-Wertes: Dieser Test misst den Säuregehalt des Urins und kann helfen, Harnwegsprobleme und andere Erkrankungen zu erkennen.
  • Blasenkrebs-Test zur Früherkennung und Kontrolle: Mit Markern wie dem Faktor-H-Protein ist der Nachweis von Blasenkrebs möglich.

Fazit: PoC-Schnelltests haben viele Vorteile, Allgemeinmediziner sind aber dennoch auf Labortests angewiesen

Zusammenfassend bieten Point-of-Care-Schnelltests viele Vorteile, einschließlich schneller Diagnosen, Kosteneffektivität und verbesserter Patientenversorgung. Obwohl sie nicht immer so genau wie Labortests sein können, sind sie dennoch eine wertvolle Ergänzung zu herkömmlichen diagnostischen Verfahren und helfen Allgemeinmedizinern dabei, schnell und effektiv auf die Bedürfnisse ihrer Patienten zu reagieren.

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