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Lesedauer: 3 Min.

Das erfahren Sie in diesem Beitrag

  • Wir zeigen, in welchen Handlungsfeldern die Treibhausgasemissionen einer durchschnittlichen Arztpraxis am höchsten sind.
  • Anschließend geben wir Ihnen leicht umsetzbare
    Tipps für mehr Umweltschutz in Ihrer Arztpraxis.
  • Zusätzlich erhalten Sie die Checkliste „Umweltschutz in unserer Praxis“ kostenlos zum Download. Diese können Sie als Vorlage nutzen und in Ihrer Praxis aushängen, um Ihren Patienten zu zeigen, was Sie für den Klimaschutz tun.




Treibhausgasemissionen einer durchschnittlichen Arztpraxis¹ 

  • Platz 1 Verordnete Medikamente 59,7 %
  • Platz 2 Einkauf 22,8 %
  • Platz 3 Mobilität 10,6 %
  • Platz 4 Strom und Heizung 6,9 %
Wussten Sie, dass Medikamente mit Abstand den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen einer Arztpraxis haben? Das ist mehr als die Emissionen aus dem Energieverbrauch der Praxisräume (6,9 %) und den Anfahrtswegen von Patienten und Personal (10,6 %) zusammen. Uns hat das sehr überrascht.

An zweiter Stelle steht der Einkauf von Medizinprodukten, Praxisbedarf und Büromaterial mit 22,8 %.



Leicht umsetzbare Tipps für mehr Umweltschutz in Ihrer Arztpraxis


Der Weg zur klimaneutralen Arztpraxis ist noch weit. Wer ihn konsequent gehen will, muss Zeit und Geld investieren. Zum Beispiel für den Austausch des alten Medikamentenkühlschranks durch ein neues Modell, das weniger Strom frisst.

Befindet sich Ihre Praxis in einem Altbau, könnte bald sogar eine energetische Sanierung anstehen. Denn das EU-Parlament hat sich kürzlich für eine Sanierungspflicht für Häuser mit schlechter Energieeffizienzklasse ausgesprochen.

Es gibt aber auch leichter umsetzbare Maßnahmen für mehr Umweltschutz in Ihrer Arztpraxis, die Sie schneller und ohne großen finanziellen Aufwand umsetzten können. Schauen wir uns also die einzelnen Handlungsfelder der Reihe nach an:



1. Weniger klimaschädliche Medikamente verordnen

Medikamente verursachen mit einem Anteil von 59,7 % den größten CO₂-Fußabdruck von
Arztpraxen. Gerade bei älteren Patienten mit Polymedikationen ist es daher wichtig, den Medikamentenplan regelmäßig auf unnötige Überversorgung zu überprüfen.

Unter den Arzneimitteln sind Dosieraerosole (Sprays) besonders klimaschädlich. Verschreiben Sie Patienten mit Asthma, chronischer Bronchitis und COPD möglichst Pulverinhalatoren. Diese enthalten kein klimaschädliches Treibgas und werden auch von der Bundesärztekammer im Sinne des Klimaschutzes empfohlen.²

Lehnen Sie außerdem Medikamentenmuster und -proben von Pharmavertretern ab.



2. Nachhaltige Medizinprodukte, Praxisbedarf & Büromaterial einkaufen

Der Einkauf von Medizinprodukten, Praxisbedarf & Büromaterial verursacht 22,8 % der Treibhausgasemissionen von Arztpraxen. Nicht alle Praxismaterialien können durch nachhaltige Alternative ersetzen werden. Dennoch sollten Sie nach Möglichkeit klimafreundliche Produkte verwenden.

Wir haben einige nachhaltige Produkte für Ihre Praxis zusammengestellt.


Nachhaltigen Praxisbedarf bestellen

Beachten Sie außerdem folgende Aspekte für mehr Umweltschutz in Ihrer Praxis:
  • Einwegprodukte wie Ärzterollen, Wischtücher oder Verbände sparsam verwenden.
  • Patienten durch Hinweis auf der Praxistoilette zum sparsamen Gebrauch von Tüchern auffordern.
  • Installieren von Tuchspendern, die nicht mehrere Tücher auf einmal abgeben.
  • Verpackungsmüll reduzieren mit großen Gebinden, z. B. Desinfektionsmittel in Kanistern.
  • Möglichst papierlos arbeiten.
  • Recyclebare Büromaterialien verwenden (achten Sie auf den blauen Engel).
  • Wiederaufladbare Akkus für batteriebetriebene medizinische Geräte verwenden.


3. Förderung klimafreundlicher Mobilität

Motivieren Sie Ihre Patienten und das Praxispersonal zur Nutzung von Fahrrädern, E-Bikes und öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit tun Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern fördern auch die Gesundheit.

Für Mitarbeiter ist das 49-Euro-Ticket als Jobticket, das seit dem 1. Mai 2023 genutzt werden kann, vorteilhaft. Wenn Arbeitgeber das Ticket mit mindestens 25 % bezuschussen, gewährt der Bund zusätzlich einen Zuschuss in Höhe von 5 %. Im Ergebnis müssen Ihre Mitarbeiter lediglich 34,30 € statt der 49 € monatlich für das Jobticket zahlen.

Auch Arbeitgeber profitieren, wenn Sie das Jobticket teilweise bezuschussen oder die Kosten komplett übernehmen. Denn diese Ausgaben können steuerlich abgesetzt werden.

Das Dienstradleasing über den Arbeitgeber kann für Ihre Belegschaft aufgrund der Einsparungen gegenüber dem Privatkauf ebenfalls attraktiv sein. Die Leasing-Rate wird entweder über eine Gehaltsumwandlung oder mit einem steuerfreien Gehaltsplus finanziert. Mehr Informationen erhalten Sie direkt bei den Dienstradleasing-Anbietern, z. B.

Für Patienten und Mitarbeiter, die mit dem Rad fahren, sind sichere Fahrradstellplätze in der Nähe Ihrer Praxis wichtig.

Neben der Förderung von klimafreundlicher Mobilität gilt es auch unnötige Patientenwege, etwa für Terminvereinbarungen oder Befundbesprechungen, zu vermeiden. Das erreichen Sie mit einer guten telefonischen Erreichbarkeit, dem Online-Terminservice und einer Videosprechstunde.




4. Energie-Einsparpotentiale voll ausnutzen

Energiesparmaßnahmen sind nicht nur gut für den Umwelt- und Klimaschutz, sondern schonen aufgrund der hohen Energiepreise auch Ihren Geldbeutel. Professionelle Energieeffizienzberater können Ihre Praxis begehen und die Einsparpotentiale aufdecken.

In unserem Blog-Beitrag „Energiesparen in der Arztpraxis – effektiver denn je“ lesen Sie, welche Einsparmaßnahmen Sie direkt umsetzen können.


Kostenloser Download: Checkliste „Umweltschutz in unserer Arztpraxis“

Nutzen Sie unsere kostenlose Checkliste als Vorlage und hängen Sie Ihre eigene Version in Ihrer Praxis aus. So können Sie Ihren Patienten zeigen, was Sie für den Umweltschutz tun. In der Liste finden Sie bereits vorformulierte Maßnahmen, die Sie gerne verwenden, anpassen und ergänzen können.


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